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Blueberry Markets Review: Erfahrungen für Trader aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

samuelevittorini
vor 2 Stunden
11 Min. Lesezeit

Stand: Oktober 2026


Werbung / Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du dich über meinen Link bei Blueberry Markets registrierst, erhalte ich eine Provision, für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Ich beschreibe die Broker trotzdem so, wie ich die Fakten gefunden habe, einschließlich der Schwächen.

Du suchst nach Blueberry Markets Erfahrungen, weil der Broker dir irgendwo begegnet ist: enge Spreads, MetaTrader 5, rund um die Uhr Support. Das alles stimmt, und trotzdem gibt es einen entscheidenden Haken, über den kaum jemand spricht. Für Trader aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Blueberry Markets kein europäisch regulierter Broker. In diesem Review erfährst du, was das konkret bedeutet, was der Broker wirklich kostet, wie er im Vergleich mit IG, eToro, XM und Plus500 abschneidet und für wen er trotzdem infrage kommt.


Vorab das Wichtigste in drei Sätzen: Blueberry bietet enge Spreads ab 0,0 Pips auf dem Raw-Konto, eine Mindesteinzahlung von 100 USD und eine breite Plattformauswahl inklusive MT5. Der Support läuft rund um die Uhr, und auf Trustpilot bewerten 3.287 Kunden den Broker mit 4,5 von 5 Sternen. Der große Nachteil: Internationale Kunden werden laut Website über Gesellschaften in Vanuatu und Mauritius betreut, ohne EU-Aufsicht und ohne EU-Einlagensicherung. Das gilt für Leser aus Deutschland und Österreich genauso wie für alle anderen internationalen Kunden, und auch die Schweiz bietet hier keinen Ersatz. Wenn dir dieser Schutz wichtig ist, prüfe Blueberry Markets hier genau, bevor du Geld einzahlst.


Das ist ein Erfahrungsbericht auf Basis geöffneter Quellen, kein Test mit echtem Geld und keine Anlageberatung.


Was ist Blueberry Markets?


Blueberry Markets ist ein australischer Broker mit Sitz in North Sydney. Inzwischen tritt er auf der internationalen Website nur noch unter dem Kurznamen "Blueberry" auf. Die Gruppe betreibt mehrere Gesellschaften, je nachdem, aus welchem Land ein Kunde kommt:


Gesellschaft

Aufsicht

Zuständigkeit

Blueberry Australia Pty Ltd

ASIC, Australien (AFSL 535887)

Kunden in Australien

Blueberry Markets (V) Ltd

VFSC, Vanuatu (Lizenzklassen A, B und C)

internationale Kunden

Blueberry Markets (Mauritius) Ltd

FSC, Mauritius

internationale Kunden

Blueberry Financial Consultation LLC

CMA, VAE

nur Beratung und Vermittlung


Quelle: Fußzeile und Handelsbedingungen auf blueberrymarkets.com, Stand Oktober 2026 (Sitz laut Trustpilot-Firmenprofil).


Für dich als Trader in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zählt, wie bei jedem Broker, nicht der Name, sondern die Gesellschaft, mit der du den Vertrag schließt. Darum geht es im nächsten Abschnitt zuerst.


Regulierung: Der wichtigste Punkt für Trader aus Deutschland, Österreich und der Schweiz


Messingwaage neben Laptop mit Kursdiagramm und Auswertungen auf einem Glasschreibtisch vor der Berliner Skyline

Hier muss ich ehrlich sein, auch wenn es dem Broker schadet, den ich selbst empfehle.


Blueberry Markets hat keine EU-Lizenz und keine Schweizer Lizenz. Es gibt keine BaFin-Lizenz, keine CySEC-Lizenz und keine FCA-Lizenz für Privatkunden. Und auch eine Schweizer Gesellschaft oder eine FINMA-Bewilligung nennt die Website nicht. Die australische ASIC-Lizenz gilt nur für Kunden in Australien. Internationale Kunden, und dazu gehören vermutlich auch Kunden aus dem deutschsprachigen Raum, werden über die Gesellschaften in Vanuatu oder Mauritius betreut. Die Website bietet zwar eine deutsche Sprachversion an, und Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen nicht auf der Liste der Länder, die der Broker ausschließt. Eine Sperrmeldung wie für die USA oder Malaysia gibt es für die drei Länder nicht. Welche der beiden Offshore-Gesellschaften dein Konto führen würde, steht aber nirgends ausdrücklich. Das solltest du vor der Kontoeröffnung beim Support klären.


Deutschland


Die EU-Vorgaben für CFDs gelten nicht für dein Konto bei Blueberry: keine Hebelgrenze von 30:1 für Hauptwährungspaare, kein Margin-Close-out-Schutz bei 50 Prozent, keine Pflicht-Risikowarnung mit der Verlustquote des Anbieters. Die ESMA hat erst im Februar 2026 erneut bestätigt, dass diese Regeln für EU-Broker in Kraft bleiben.


Österreich


Österreich ist bei diesem Thema mit Deutschland fast identisch. Die FMA, die österreichische Finanzmarktaufsicht, hat die europäischen CFD-Regeln im Mai 2019 in der FMA-Produktinterventionsverordnung national umgesetzt. Danach gelten für den Vertrieb an Kleinanleger: Hebelbegrenzung, Sicherheitsleistung mit Glattstellungsschutz, Negativsaldoschutz und das Verbot von Anreizprogrammen. Diese Pflichten gelten für regulierte Anbieter. Da Blueberry keine österreichische oder EU-Lizenz hat, greifen sie für dein Konto nicht.


Schweiz


Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, darum gelten die europäischen CFD-Regeln dort von vornherein nicht. Das heißt aber nicht, dass dort alles unreguliert wäre: Finanzdienstleistungen sind bewilligungspflichtig, zuständige Aufsicht ist die FINMA. Wer in der Schweiz über einen Schweizer Anbieter CFDs handelt, bekommt es typischerweise mit einer FINMA-lizenzierten Bank oder einem Wertpapierhaus zu tun. Einlagen auf Konten sind dort über esisuisse bis 100.000 Schweizer Franken pro Kunde und Bank gesichert. Ein Beispiel dafür ist die IG Bank in Genf, dazu gleich mehr im Vergleich.


Von diesem Schweizer Schutz profitierst du bei Blueberry nicht: Die Website nennt keine Schweizer Gesellschaft und keine FINMA-Bewilligung. Bei meiner Prüfung im Oktober 2026 habe ich Blueberry Markets nicht auf der FINMA-Warnliste gefunden, in der die Aufsicht Anbieter ohne Bewilligung aufführt. Kein Eintrag ist aber kein Gütesiegel, die Liste erhebt laut FINMA keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Was das praktisch bedeutet


  • Kein EU-Investorenschutz. Die EU-Vorgaben für CFDs gelten nicht. Dazu gehören die Hebelgrenze von 30:1 für Hauptwährungspaare, der Margin-Close-out-Schutz bei 50 Prozent und die Pflicht-Risikowarnung mit der Verlustquote des Anbieters. In Deutschland und Österreich verzichtest du damit auf Schutz, den ein EU-Broker dir per Gesetz geben müsste. In der Schweiz gelten diese EU-Regeln ohnehin nicht.

  • Keine Einlagensicherung nach EU- oder Schweizer Muster. Guthaben ist bei einer Pleite nicht über den EU-Fonds bis 20.000 Euro abgesichert, wie es bei EU-Brokern der Fall ist. Und auch den Schweizer Schutz über esisuisse bis 100.000 Schweizer Franken gibt es nur bei Schweizer Banken, nicht bei Blueberrys Offshore-Gesellschaften.

  • Hoher Hebel möglich. Bis 500:1 laut Website. In Deutschland und Österreich wären dir bei einem regulierten EU-Broker höchstens 30:1 für Hauptwährungspaare erlaubt. Mit einem Hebel von 500:1 genügt eine Bewegung von nur 0,2 Prozent gegen dich, um die gesamte Margin zu verlieren. Gerade für Anfänger ist das eine echte Gefahr.


Blueberry nennt zwar segregierte Kundengelder, einen Negativsaldoschutz und einen Stop-Out bei 50 Prozent Margin-Level. Das sind Zusagen des Brokers, keine gesetzlichen EU-Pflichten, und sie stehen in den Vertragsbedingungen, die für Vanuatu bzw. Mauritius gelten.


Mein Fazit dazu: Wer Wert auf maximalen regulatorischen Schutz legt, ist in Deutschland und Österreich bei einem EU-Broker wie IG besser aufgehoben, in der Schweiz bei einer FINMA-lizenzierten Bank wie der IG Bank. Wer bereit ist, den geringeren Schutz gegen engere Spreads einzutauschen, sollte zumindest wissen, was er eintauscht.


Konditionen im Detail: Konto, Kosten, Plattform


Kontotypen und Kosten


Blueberry bietet zwei Kontomodelle, jeweils mit einer Mindesteinzahlung von 100 USD und einer Mindesthandelsgröße von 0,01 Lot:



Standard-Konto

Direct/Raw-Konto

Spread ab

1,0 Pips

0,0 Pips (nur .i-Symbole)

Kommission

0 USD

7 USD pro Standard-Lot (Round-Turn)

Hebel (international)

bis 500:1

bis 500:1

Kontowährungen

AUD, USD, EUR, GBP, CAD, NZD, SGD, CHF

identisch


Die Raw-Spreads ab 0,0 Pips gelten nur für .i-Symbole, also besondere Rohpreis-Symbole wie XAUUSD.i. Die Kommission wird in USD berechnet, bei Konten in anderen Währungen fällt eine Umrechnung an. Für Leser aus der Schweiz: CHF ist als Kontowährung möglich, auf die Kommission in USD fällt dann trotzdem eine Umrechnung an. Für Indizes, Rohstoffe, US-Aktien und Krypto-CFDs nennt die Website Spreads ab 0,5 Pips. Hinzu kommen Kosten für Overnight-Positionen (Swaps), deren konkrete Sätze du vor der Eröffnung in der Preisliste des Brokers nachsehen solltest.


Kurz eingeordnet: 0,0 Pips plus 7 USD Kommission sind für aktive Trader attraktiv, wenn du viele kleine Trades machst. Handelst du seltener, ist das Standard-Konto mit 1,0 Pip ohne Kommission oft übersichtlicher. Rechne immer beides für deinen Handelsstil durch.


Plattformen und Angebot


Die Plattformauswahl gehört zu den Stärken von Blueberry. Verfügbar sind:


  • MetaTrader 4 und MetaTrader 5, auch als WebTrader im Browser

  • TradingView mit Charting und direkter Ausführung

  • cTrader für erweiterte Orderfunktionen

  • Blueberry X, die hauseigene Plattform

  • Blueberry Social und DupliTrade für Copy Trading

  • Ein Forex VPS für dauerhaft laufende Strategien

  • Blueberry 247 für Wochenendhandel auf Gold, Silber und Öl (nicht für australische Kunden)


Gerade MT5 ist ein echter Pluspunkt, wenn du automatisiert handeln willst: Nur dort laufen Expert Advisors, also Handelsprogramme, die du in der MQL5-Umgebung entwickelst und im Strategy Tester prüfst. Dazu gibt es Blueberry Pulse, ein Tool für Marktkontext direkt in MT4 und MT5.


Handelbar sind laut Account-Seite über 1.000 Instrumente: Forex, Indizes, Rohstoffe und Metalle einschließlich Gold, Aktien-CFDs und Krypto-CFDs.


Einzahlung, Auszahlung und Support


Einzahlungen laufen per Banküberweisung, Kredit- und Debitkarte sowie E-Wallet. Die meisten Einzahlungen werden laut Broker sofort gutgeschrieben, Auszahlungen innerhalb von 24 Stunden an Werktagen. Der Support ist rund um die Uhr erreichbar, also auch am Wochenende. Das Demo-Konto startet mit 100.000 USD virtuellem Guthaben und ist in unter 30 Sekunden eingerichtet, eine gute Möglichkeit, die Ausführung erst einmal ohne Risiko zu testen.


Blueberry Markets Erfahrungen: Was Kunden sagen


Auf Trustpilot bewerten 3.287 Kunden den Broker mit 4,5 von 5 Sternen (Stand Oktober 2026). Das Unternehmen antwortet dort nach eigenen Angaben auf jede negative Bewertung, in den letzten zwölf Monaten kamen 290 neue Bewertungen hinzu.


Die Kernaussagen aus den Bewertungen:


  • Gelobt wird vor allem der Support: schnelle, hilfsbereite Antworten rund um die Uhr, Hilfe bei Kontoeröffnung, Einzahlungen und technischen Problemen. Auch die Plattformstabilität und die engen Spreads werden oft positiv erwähnt.

  • Kritisiert wird vereinzelt, dass Auszahlungen und Banktransfers verzögert laufen können, dass die Kontoverifizierung hakt und Einzahlungen in Einzelfällen nicht gutgeschrieben wurden.


Zur Einordnung gehört auch hier: Bei einem Offshore-Broker ohne EU-Aufsicht hast du im Streitfall weniger Rechtsschutz als bei einem EU-Broker. Die Bewertungen sind ein Stimmungsbild, keine Garantie.


Der Vergleich: Blueberry Markets gegen IG, eToro, XM und Plus500


Zum Einordnen hier die vier Anbieter nebeneinander. Alle Angaben stammen von den Websites der Anbieter, Stand Oktober 2026. Was ich nicht belegen konnte, steht leer oder ist als unbestätigt markiert.



Blueberry Markets

IG

eToro

XM

Plus500

Gesellschaft für Kunden aus DE und AT

vermutlich Vanuatu oder Mauritius (unbestätigt)

IG Europe GmbH (BaFin)

eToro (Europe) Ltd (CySEC)

XM Global Limited (Belize) laut deutscher Seite, für AT unbestätigt

Plus500CY Ltd (Zypern)

Gesellschaft für Kunden aus CH

keine Schweizer Gesellschaft genannt

IG Bank SA, Genf (FINMA)

vermutlich eToro (Europe) Ltd (unbestätigt)

keine Angaben gefunden

keine Angaben gefunden

Aufsicht

VFSC / FSC Mauritius, keine EU- oder CH-Lizenz

BaFin bzw. FINMA

CySEC (Lizenz 109/10)

FSC Belize (Lizenz 8557558), CySEC-Lizenz 120/10 existiert, Zuständigkeit für DE unbestätigt

CySEC (Lizenz 250/14)

EU-Investorenschutz

nein

ja (DE/AT), CH: esisuisse-Einlagensicherung

ja

nein (Belize-Gesellschaft)

ja

Mindesteinzahlung

100 USD

nicht gefunden

50 USD (Ersteinzahlung)

5 USD

nicht gefunden

Hebel für Privatkunden

bis 500:1 (international)

bis 30:1 (EU-Regel)

bis 30:1 (EU-Regel)

je nach Gesellschaft, unbestätigt für DE

bis 30:1 (EU-Regel)

Verlustquote laut Anbieter

nicht veröffentlicht

74 Prozent

nicht gefunden

72,2 Prozent (nur MENA-Gesellschaft)

nicht gefunden

MT5

ja

MT4 erwähnt, eigene Plattform

nein

ja

nein, eigene Plattform

Besonderheit

Raw-Spreads, 24/7-Support, Blueberry 247

über 17.000 Märkte, BaFin-Lizenz, in der Schweiz eigene FINMA-Bank

Social Trading

sehr niedrige Einstiegsschwelle

unkomplizierte eigene Plattform


Beachte: Bei XM und Plus500 habe ich die Zahlen teils nicht für die deutsche Zielgesellschaft bestätigen können. Für Österreich und die Schweiz stehen nur dort Werte in der Tabelle, wo ich sie auf Anbieterseiten belegen konnte. Nutze die Tabelle als Orientierung und prüfe die Konditionen vor der Kontoeröffnung immer auf der aktuellen Website des Anbieters.


IG


IG ist für deutsche und österreichische Trader der sicherste Kandidat in dieser Runde: Die IG Europe GmbH in Frankfurt hat eine BaFin-Lizenz, und auch die österreichische Website wird von dieser Gesellschaft betrieben. Es gilt der komplette EU-Investorenschutz, und die Pflicht-Risikowarnung steht direkt auf der Startseite, mit einer Verlustquote von 74 Prozent verlierender Kleinanlegerkonten. Mit über 17.000 handelbaren Märkten ist das Angebot riesig, Spreads am DAX starten bei 1 Punkt, EUR/USD bei 0,6 Punkten in der Hauptzeit. In der Schweiz geht IG noch einen Schritt weiter: Die IG Bank SA mit Sitz in Genf hat eine Schweizer Banklizenz der FINMA, Einlagen sind über esisuisse bis 100.000 Schweizer Franken gesichert, die Risikowarnung der Schweizer Seite nennt 75 Prozent verlierende Kleinanlegerkonten. Wer maximalen Schutz will, fährt mit IG am ruhigsten.


eToro


eToro läuft für europäische Kunden über eToro (Europe) Ltd mit CySEC-Lizenz, also auch für Kunden aus Deutschland und Österreich. Der Broker ist vor allem für Social Trading bekannt, also das Kopieren anderer Händler. Mindest-Ersteinzahlung für Wohnsitz Deutschland: 50 USD. Auch für die Schweiz bietet eToro Konten an, die zuständige Gesellschaft habe ich dafür aber nicht ausdrücklich bestätigt, das Impressum nennt eToro (Europe) Ltd. Bedenke: Kopieren ersetzt keine eigene Risikoprüfung, auch kopierte Positionen können Geld kosten. Einen MetaTrader gibt es bei eToro nicht, wer MT5 will, wird hier nicht fündig.


XM


XM bewirbt sich mit einer sehr niedrigen Mindesteinzahlung von 5 USD und Spreads ab 0,8 Pips. Interessant ist die Parallele zu Blueberry: Die deutschsprachige XM-Seite nennt im Footer die XM Global Limited mit Lizenz der Finanzaufsicht von Belize. Auch hier gilt also: kein EU-Investorenschutz für deutsche Kunden, vermutlich. Die Gruppe hält weitere Lizenzen, unter anderem eine CySEC-Lizenz für eine zyprische Gesellschaft, die Zuständigkeit für deutsche Kunden habe ich aber nicht bestätigen können. Für Österreich und die Schweiz habe ich keine Angaben zur zuständigen Gesellschaft gefunden. Wer auf einen EU-Broker besteht, sollte hier genauso genau hinschauen wie bei Blueberry.


Plus500


Plus500 bedient europäische Kunden über die Plus500CY Ltd mit CySEC-Lizenz 250/14. Das gilt laut Anbieterseite für CFD-Kunden außerhalb von Großbritannien und Australien, also auch für Deutschland und Österreich. Die Konzernmutter notiert an der Londoner Börse. Das Angebot läuft komplett über die eigene Plattform, einen MetaTrader gibt es nicht. Für Kunden mit Wohnsitz Schweiz habe ich keine Angaben zur zuständigen Gesellschaft gefunden, konkrete Konditionen für EU-Kunden habe ich nicht geprüft, sie stehen deshalb nicht in der Tabelle.


Für wen passt welcher Broker?


  • Du willst maximalen regulatorischen Schutz: IG oder Plus500, beide mit EU-Gesellschaft und EU-Regeln inklusive Hebelgrenze und Einlagensicherung. In der Schweiz bekommst du diesen Schutz bei der IG Bank SA, immerhin eine Schweizer Bank mit esisuisse-Einlagensicherung.

  • Du willst Social Trading: eToro, dort ist das Kopieren anderer Trader das Kernprodukt.

  • Du willst MT5 und enge Raw-Spreads und akzeptierst Offshore-Regulierung: Blueberry Markets

  • Du willst mit minimaler Einzahlung testen: XM ab 5 USD.


Häufige Fragen


Ist Blueberry Markets seriös?


Blueberry arbeitet mit segregierten Kundengeldern und hat sehr gute Trustpilot-Werte (4,5 von 5 bei über 3.200 Bewertungen). Seriös heißt aber nicht EU-reguliert: Für internationale Kunden laufen die Konten über Vanuatu oder Mauritius.


Kann ich bei Blueberry Markets mehr verlieren als eingezahlt?


Der Broker nennt einen Negativsaldoschutz für alle CFD-Konten. Das ist eine vertragliche Zusage, keine EU-Gesetzgebung. Im Streitfall gilt das Recht der zuständigen Offshore-Gesellschaft.


Ist Blueberry Markets in Deutschland erlaubt?


Deutschland steht nicht auf der Länderliste, die der Broker ausschließt, und die Website gibt es auf Deutsch. Eine Warnung der BaFin habe ich nicht gefunden. Ob und über welche Gesellschaft deutsche Kunden bedient werden, habe ich nicht eindeutig belegen können. Kläre das vor der Einzahlung direkt beim Broker.


Ist Blueberry Markets in Österreich erlaubt?


Österreich steht ebenso wie Deutschland nicht auf der Ausschlussliste des Brokers, und eine Warnung der FMA habe ich nicht gefunden. Eine österreichische oder EU-Lizenz für Privatkunden hat der Broker trotzdem nicht. Ob und über welche Gesellschaft Kunden aus Österreich bedient werden, habe ich nicht bestätigen können. Kläre das vor der Einzahlung beim Support.


Kann ich Blueberry Markets aus der Schweiz nutzen?


Die Schweiz steht nicht auf der Ausschlussliste, und einen Eintrag in der FINMA-Warnliste habe ich nicht gefunden. Eine Schweizer Lizenz oder Gesellschaft nennt der Broker allerdings nicht. Die EU-Regeln gelten in der Schweiz ohnehin nicht, der dort übliche Schutz über eine FINMA-lizenzierte Bank mit esisuisse-Einlagensicherung entfällt bei Blueberry also ebenfalls. Ob Blueberry Kunden mit Schweizer Wohnsitz annimmt und über welche Gesellschaft, ist nicht bestätigt. Prüfe das vor der Kontoeröffnung direkt beim Broker.


Brauche ich MT5?


Nur, wenn du Expert Advisors oder automatisierte Strategien nutzen willst. Für manuelles Trading reichen die einfachen Plattformen der Broker völlig aus.


Fazit


Blueberry Markets ist ein Broker mit echten Stärken: Raw-Spreads ab 0,0 Pips bei 7 USD Kommission, MT4, MT5 und cTrader unter einer Adresse, 24/7-Support und ein durchweg positives Kundenbild auf Trustpilot. Die Mindesteinzahlung von 100 USD ist niedrig, das Angebot mit über 1.000 Instrumenten breit genug für Forex, Gold, Indizes und mehr.


Der entscheidende Nachteil bleibt: kein EU-Investorenschutz. Wer aus Deutschland oder Österreich kommt, handelt vermutlich über eine Gesellschaft in Vanuatu oder Mauritius, mit Hebeln bis 500:1 und ohne die Schutzmechanismen, die BaFin, ESMA und FMA für europäische Broker vorschreiben. Wer aus der Schweiz kommt, verzichtet auf den Schutz, den eine FINMA-lizenzierte Schweizer Bank mit esisuisse-Einlagensicherung bietet. Wer maximale Sicherheit will, fährt in Deutschland und Österreich mit einem EU-Broker wie IG besser, in der Schweiz mit der IG Bank. Wenn du das für dich abwägen willst, prüfe hier die Konditionen von Blueberry Markets und teste vorher ohne Risiko das Demokonto mit 100.000 USD. Und bevor du echtes Geld einsetzt, leg dir feste Regeln für Positionsgröße und maximales Risiko pro Trade zurecht.


Risikohinweis: CFDs sind Hebelprodukte mit hohem Verlustrisiko. Die meisten Privatanleger verlieren beim CFD-Handel Geld, bei EU-Brokern steht die genaue Quote in der Pflicht-Risikowarnung des Anbieters. Handle nur mit Geld, dessen Verlust du verkraften kannst. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung.

 
 
 

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